18.09.2018 _ 17.32.06

Gedenkstätte für Opfer der NS-„Euthanasie“

Hier gibt es noch einen Eindruck der Eröffnung der neuen Ausstellung „Die Vernichtung der „Unbrauchbaren“ – gefilmt von André Stoeriko und produziert von der Bergzwo GmbH.

Eröffnung Gedenkstätte Bernburg

Ein besonderer Ort, den wir neugestalten durften: die Gedenkstätte für die Opfer der NS-"Euthansie" in Bernburg. Danke an alle Mitstreiterinnen und Mitstreiter! #StiftungGedenkstättenSachsenAnhalt

Gepostet von Bergzwo am Dienstag, 18. September 2018

07.09.2018 _ 14.04.03

Die Vernichtung der Unbrauchbaren

Am Sonntag, 2. September, wurde die neue Ausstellung in der Gedenkstätte für die Opfer der NS-„Euthanasie“ in Bernburg wieder eröffnet. Unter Anwesenheit der stellvertretenden Ministerpräsidentin des Landes Sachsen-Anhalt, dem Stiftungsdirektor, der Gedenkstättenleiterin sowie vielen weiteren Gästen.


Für die Bergzwo GmbH aus Berlin habe ich die Ausstellung gestaltet und war sowohl für die Raumgestaltung, den Möbelbau als auch das Farb-, Schrift- und Grafikkonzept verantwortlich. Bei der gestalterischen Konzeption gab es dabei einige Herausforderungen:

  • dem Thema respektvoll zu begegnen,
  • eine Aufenthaltsqualität zu schaffen, die dem Ort gerecht wird,
  • die Hemmschwellen, die das Thema mit sich bringt, abzubauen
  • und nicht zuletzt, der Gedenkstätte zu der Aufmerksamkeit zu verhelfen, die diesem wichtigen Ort zu wünschen wäre.


  • In den Inneren Gedenkbereich – der ehemaligen Tötungsanstalt, in der von Ende 1941 bis Sommer 1942 mehr als 14.000 Menschen von den Nazis ermordet wurden – haben wir nur sparsam und behutsam in die zum Teil noch im Original erhaltenen Räume eingegriffen. Erstmalig gibt es jetzt hier auch ein Totenbuch, das über 11.000 Opfer, die bisher bekannt sind, nennt. Das Buch haben wir zwischen den beiden nicht mehr vorhandenen Krematoriumsöfen platziert, die (Standorte der) Öfen werden durch eine künstlerische Inszenierung symbolisiert.



    Entscheidend bei der gestalterischen Entwicklung war auch die enge Zusammenarbeit mit dem Wiener Lichtdramaturgen Heinz Kasper, der sich um das Licht und verschiedene Inszenierungen gekümmert hat. In der Entwurfsphase war zudem Carina Ernst (Szenografin aus Stuttgart) konzeptionell beteiligt.
    Gerade in der heutigen Zeit, in der rechtspopulistische Strömungen wieder gesellschaftsfähig werden, sind Orte wie diese wichtiger denn je.

    Fotos/Film: Bergzwo GmbH/André Störiko

    04.08.2018 _ 16.18.48

    Flatschneue 400 Millionen Jahre

    Im Sommer diesen Jahres wurde der Zeittunnel Wülfrath feierlich neu eröffnet. Die schon 2003 von mir (in Zusammenarbeit mit Kessler & Co.) gestaltete Ausstellung bekam ein inhaltlich-gestalterisches Update im Auftrag der Stadt Wülfrath.

    Das Gestaltungskonzept, das ja 2004 mit einem if design award ausgezeichnet wurde, habe ich behutsam anpasst. Das Farbkonzept, das ja auf Basis der jeweiligen klimatischen Situationen entstanden ist, hingegen blieb.

    Im hinteren teil des Tunnels gibt es nun neue Inhalte zum großen Thema Kalk. Immerhin ist der heutige Zeittunnel ja ein alter Transporttunnel der Kalkmine, die heute ein spektakuläres Naturschutzgebiet ist.

    Herrlich ist nicht nur der Ausblick sondern auch die langsam vor sich hin rostende Stahlarchitektur, die Hans Hermann Hofstadt vor gut 15 Jahren genauso vorgesehen hatte.

    16.08.2018 _ 11.41.47

    10 Jahre Aalhai auf Föhr

    Seit dem 1. August 2008 lebe und arbeite ich nun auf der schönen Nordseeinsel Föhr. Und watt (hahaha) ist da nicht alles geschehen?

    Darüber werden sich ein paar Gäste am 15.9. bestimmt unterhalten. Berichten werde ich über die eine oder andere Anekdote aus dieser Zeit in den nächsten Wochen an dieser Stelle.

    © Jörg Stauvermann 2018
    16.11.2017 _ 15.28.55

    Ausstellung des (Wal)Jahres!

    Ende Oktober ging die von mir kuratierte Ausstellung »Wale. Kapitäne. Und Kollegen.« im Föhrer Friesen-Museum zu Ende. Mit rund 17.000 Besuchern in vier Monaten vor Ort und mittlerweile weit über 150.000 Klicks auf der entsprechenden Facebookseite im selben Zeitraum! Sie ist damit wohl eine der am besten besuchtesten Ausstellungen auf Föhr der letzten Jahre!



    Mit über 70 Künstlern aus zehn Ländern und rund 120 Werken aus den Bereichen Cartoon, Comic und Illustration, einer eigenen Preisverleihung, einer Vernissage mit 30 teilnehmenden Künstlern und so vielen Gästen, dass sie draußen vor dem Museum stattfinden musste, dem Orchestre Miniature in the Park, einem kabarettistischen Eröffnungsprogramm mit fünf Live-Auftritten, zwei Comicworkshops für Föhrer Grundschüler, einer Vorlesung im Rahmen der Kinder-Uni-Föhr, Videos von Die Toten Hosen, The Animation Workshop (Dänemark), und und und.



    Viele Künstler und Besucher fragen danach, wie es nun weitergeht. Wenn ich das schon wüsste…

    05.11.2017 _ 15.15.27

    Preisgekrönte Kreativität

    Das ist doch mal eine Überschrift, die man gerne sieht! In meiner »alten« Tageszeitung, den Westfälischen Nachrichten, hat Chefredakteur Klaus Wiedau kürzlich eine formschöne Reportage verfasst.



    Toll, dass man sich in der Heimatstadt immer noch gerne an uns (u.a. Michael Reinermann, Ratan Jhaveri, Jochen Schroot, Heike Fähndrich und Uli Kochinke) erinnert.