Columbusstraße

Die neue Graphic Novel von Tobi Dahmen ist kürzlich im Carlsen Verlag erschienen. Zur ersten Präsentation im Rahmen des Comic Salon in Erlangen habe ich die Ausstellung kuratiert und realisiert.

Wie können wir die Familiengeschichte der Familien Dahmen und Funcke, die während des 2. Weltkriegs spielt und sich auf über 500 Seiten ausbreitet, in einer kompakten Ausstellung erlebbar machen, Jörg?„, fragten sie mich. Und ich antwortete: „Naja, Bilder hängen wir schon mal nicht auf.“

Wir geben den Besucherinnen und Besuchern der Ausstellung Einblicke, die sie nicht vom Buch bekommen. Sie bekommen die Hintergründe der Geschichte, die Tobi erst vier Jahre recherchiert hat und danach vier Jahre geschrieben und gezeichnet hat. Wir zeigen die Zusammenhänge und verknüpfen so den Comic mit den realen Ereignissen anhand von Dokumenten, Fotos, Briefen und Seiten aus dem Buch. Und wir zeigen so auch die gesamte Entstehungsgeschichte. Ein echter Mehrwert, den es in dem dennoch absolut fuliminanten Buch so nicht gibt.

In enger Zusammenarbeit mit den beiden Produzenten Iraci und gilbert sowie dem tollen Team vom Comic Salon haben wir (Claudia, Lena – beide vom Carlsen Verlag, Tobi und ich) so eine behutsame Ausstellung geschaffen. Dass ich meine kleine Fälscherwerkstatt auch wieder in Betrieb nehmen konnte, war natürlich eine tolle Sache.

Und vielleicht hat sie auch einen kleinen Beitrag dazu geleistet hat, dass das Buch bereits nach zwei Tagen auf dem Comic Salon vergriffen war (immerhin ein knapp 2 kg schweres und mit 40 € auch kein Buch, das man sich mal eben untern Arm klemmt).

Ein Beitrag mit Zeichnungen von Tobi Dahmen und Fotos von Claudia Jerusalem, Lena Höffmann, Tobi Dahmen und mir.