Tag Archiv: Innenarchitektur

07.09.2018 _ 14.04.03

Die Vernichtung der Unbrauchbaren

Am Sonntag, 2. September, wurde die neue Ausstellung in der Gedenkstätte für die Opfer der NS-„Euthanasie“ in Bernburg wieder eröffnet. Unter Anwesenheit der stellvertretenden Ministerpräsidentin des Landes Sachsen-Anhalt, dem Stiftungsdirektor, der Gedenkstättenleiterin sowie vielen weiteren Gästen.


Für die Bergzwo GmbH aus Berlin habe ich die Ausstellung gestaltet und war sowohl für die Raumgestaltung, den Möbelbau als auch das Farb-, Schrift- und Grafikkonzept verantwortlich. Bei der gestalterischen Konzeption gab es dabei einige Herausforderungen:

  • dem Thema respektvoll zu begegnen,
  • eine Aufenthaltsqualität zu schaffen, die dem Ort gerecht wird,
  • die Hemmschwellen, die das Thema mit sich bringt, abzubauen
  • und nicht zuletzt, der Gedenkstätte zu der Aufmerksamkeit zu verhelfen, die diesem wichtigen Ort zu wünschen wäre.


  • In den Inneren Gedenkbereich – der ehemaligen Tötungsanstalt, in der von Ende 1941 bis Sommer 1942 mehr als 14.000 Menschen von den Nazis ermordet wurden – haben wir nur sparsam und behutsam in die zum Teil noch im Original erhaltenen Räume eingegriffen. Erstmalig gibt es jetzt hier auch ein Totenbuch, das über 11.000 Opfer, die bisher bekannt sind, nennt. Das Buch haben wir zwischen den beiden nicht mehr vorhandenen Krematoriumsöfen platziert, die (Standorte der) Öfen werden durch eine künstlerische Inszenierung symbolisiert.



    Entscheidend bei der gestalterischen Entwicklung war auch die enge Zusammenarbeit mit dem Wiener Lichtdramaturgen Heinz Kasper, der sich um das Licht und verschiedene Inszenierungen gekümmert hat. In der Entwurfsphase war zudem Carina Ernst (Szenografin aus Stuttgart) konzeptionell beteiligt.
    Gerade in der heutigen Zeit, in der rechtspopulistische Strömungen wieder gesellschaftsfähig werden, sind Orte wie diese wichtiger denn je.

    Fotos/Film: Bergzwo GmbH/André Störiko

    01.07.2016 _ 09.04.42

    Saimons – Föhrs kleines Restaurant

    Das war ein tolle, letzte Zeit! Vor allem, weil ich dabei sein durfte, wie aus einem in die Jahre gekommenen Traditionsrestaurant (La Gondola) etwas ganz Neues (Saimons – Föhrs kleines Restaurant) wird. Zunächst habe ich die gestalterischen Grundlagen für das Erscheinungsbild konzipiert. Auf diesen basiert mehr oder weniger alles.



    Dass ich im Laufe der Zusammenarbeit auch noch mit der Innenarchitektur des Restaurants beauftragt wurde, freut mich besonders. Das unkomplizierte grafische Konzept konnte ich so auch auf den Raum übertragen. Mit einer kommunikativen Bank für die Gäste als zentralem Element, authentischen Materialien und grafischen Akzenten, die sich in allen Bereichen wieder finden.


    Dass die Drucksachen, wie Speisekarte oder Werbekärtchen, dem Konzept ebenfalls folgen, versteht sich von selbst.


    Inhaber Simon Wendlandt startet nun mit vollem Elan und der ganzen Familie. Und die ersten – bereits ausgebuchten – Tage zeigen, dass auch die Bevölkerung großes Interesse an gut gestalteter und sehr leckerer Küche mit hoher Aufenthaltsqualität zeigt.

    Fisch muss schwimmen. Sage ich mal.

    09.06.2015 _ 16.24.25

    Nationalparkhaus Hamburgisches Wattenmeer

    Um es mal mit den Worten von Moritz Bleibtreu zu sagen: «Ich wünsche mir, dass es wieder cool wird, schlau zu sein.» Dieses Gefühl stellt sich immer wieder ein, nachdem eine neue Ausstellung eröffnet wurde. (Meistens auch schon während der Arbeit daran.)

    Für die neue Dauerausstellung des Nationalparks Hamburgisches Wattenmeer auf Neuwerk war ich kreativ verantwortlich für Raumkonzept inkl. Planung (auf Basis der Grundidee von Helmut Kessler) und grafische Gestaltung im Auftrag der Kessler & Co. GmbH und der Stadt Hamburg. Nach der kleinen Eröffnung am vergangenen Donnerstag bin ich schon noch etwas schlappi aber auch mächtig stolz!

    Da hat diese kleine Insel vor Cuxhaven ein echt umfangreiches, ziemlich interaktives und unglaublich informatives Kleinod erhalten.



    Wer seine Urlaubs- bzw. Wochenendplanung noch nicht abgeschlossen hat, sollte jetzt aber schleunigst ins Watt. Und ab nach Neuwerk!

    30.03.2014 _ 15.22.03

    Mein neues Atelier

    Da hat Nina Struve wirklich tolle Bilder gemacht. Von meinem neuen Atelier. Außen alles von grotheer architektur. Innen alles von Jörg Stauvermann.

    27.03.2014 _ 18.42.01

    Inside Hoftel Föhr

    Da ist er! Der erste echte Eindruck vom neuen Hoftel Föhr, dem ersten Hotel garni in Alkersum auf Föhr. AnneClaire und Sjirk Loogman haben dort ihren Lebenstraum verwirklicht und einen Ort geschaffen für junge und werdende Familien.

    Urlaub für Groß. Und ganz klein.

    Dass mein grafisches Konzept auch in der Innenarchitektur kreativ implementiert wurde, zeigen die tollen Fotos von Nina Struwe aus Hamburg.



    Endlich füllt dich der Traum mit Bildern. Und die ersten Gäste waren auch schon da und sind begeistert! So kann es weitergehen.

    19.09.2013 _ 11.20.45

    Föhrer Trachten in China

    Noch vor der Eröffnung des Museum Kunst der Westküste habe ich das Plakat für die erste Ausstellung Föhrer Schüler entworfen.

    Schüler zeigen Kunst

    Dieses Plakat ist jetzt in China zu sehen. Im Lifestyle und Modemagazin The Bund. Dort wird gerade ein Alkersumer Ferienhaus vorgestellt.

    Föhr goes chinese – The Bund

    Den Umbau hat die schwedische Architektin Katrin Matz gemeinsam mit ihrem italienischen Kollegen Francesco Di Gregorio realisiert. Neben dem Plakat sind noch drei Postkarten als einzige dekorative Elemente in die Innenarchitektur integriert. Es ist damit quasi die chinesische Dokumentation einer schwedisch-italienisch Kooperation von Föhrer Motiven mit münsterländischen Wurzeln.

    Da soll mal einer sagen, auf Föhr wäre Stillstand.

    26.03.2013 _ 15.55.33

    Aus 2Grad° wird grotheer architekten

    Rechtzeitig vor Ostern zeigt das Architekturbüro von Friederike und Sven Grotheer neue, kreative, variable und flotte Seiten! Alles blüht und sprießt. Zumindest auf dem Papier, im Internet und in unseren Köpfen.


    Das Spannende am neuen Erscheinungsbild ist die neuartige Personalisierung der Bauvorhaben. Die eigens entwickelten Grotheer Skalen für die Verwendung von Farben und Farbnuancen bildet die Grundlage für alle zukünftigen Individualisierungen der Entwürfe, Plangestaltungen oder Dokumentationen.

    So bekommt jedes Projekt – wie das Gebäude oder die Innenarchitektur selbst – eine eigene Handschrift, die aber gleichzeitig klar erkennen lässt, wer für die Gebäude und Räume verantwortlich ist: grotheer architekten.

    08.02.2013 _ 15.28.16

    Auf Zimmertemperatur

    Das Föhrer Architekturbüro von Sven und Friederike Grotheer – bisher bekannt unter 2 Grad – hat in den letzten Tagen mit der Planung meines neuen Büros begonnen. Das ist eine spannende Angelegenheit, die in den nächsten Monaten vermutlich den einen oder anderen Impuls setzen wird.


    Impulse wird dann auch das neue Erscheinungsbild für das Architekturbüro setzen. Denn zum bevorstehenden Namenswechsel von 2Grad auf Grotheer Architekten habe ich ein neues grafisches Konzept entworfen. Das Büro mit den Schwerpunkten Architektur und Innenarchitektur wird sich dann sehr vielfältig, eindeutig, sympathisch und kreativ präsentieren. Es verweist damit nicht nur auf die architektonischen sondern besonders auch auf die menschlichen Eigenschaften von Sven und Friederike Grotheer und ihrem Team.

    Wie der Titel sagt, sind wir alle jetzt und bald auf Zimmertemperatur.

    07.04.2010 _ 18.11.02

    Molto Bambini, Glenngelato!

    Jetzt ist es soweit! Das neue Eiscafé in Wyk auf Föhr hat eröffnet!

    Und Jörg Stauvermann hat es entwickelt und entworfen.

    Konzeptionell, architektonisch, grafisch, ganzheitlich. Von der Espressotasse bis zur Eiskarte, von der Beschilderung bis zur Farbgebung, von der Möblierung bis zur Bauleitung, von der Werbung bis zum Babylätzchen.

    Da gibt es viel zu erzählen. Aber vorher geht es in den wohlverdienten Urlaub. Deswegen muss – vorab sozusagen – dieser kleine Bilderbogen erst einmal für den richtigen Eishunger sorgen.



    In diesem Zusammenhang haben wir aber auch das neue Gesamterscheinungsbild des Kurhaushotels im Blick gehabt. Und so heißt das «Kino» nun «Filmtheater» (vollständig: „Filmtheater am Sandwall“) und die «Alte Stube» nennt sich ab sofort «Kurhauscafé».

    Wir sagen «Ciao bella!»