Tag Archiv: Nationalparkhaus

07.03.2016 _ 17.54.01

Trallafitti Galore

Es gab Jahre, da gab’s in den ersten Wochen weniger zu tun. Über ein paar der Projekte gibt es daher in der nächsten Zeit einiges zu berichten. Hier aber schon Mal der erste schnelle Überblick:

  • Für die Architekten Oliver Buddenberg und Inge Tauchmann aus Düsseldorf habe ich ein neues Erscheinungsbild konzipiert. An der Website arbeiten wir gerade, vieles weitere befindet sich in der Abstimmung.
  • In Nieblum auf Föhr eröffnen Simon Wendlandt und Lisa Wyrwinski in den kommenden Monaten ein neues Fischrestaurant – das Saimons. Ich darf das konzeptionelle und gestalterische Komplettpaket von Corporate Design bis Innenarchitektur liefern.
  • Die in Hamburg ansässige Grundstücksverwaltung Borgfelde hat mich mit dem gestalterischen Relaunch des Erscheinungsbildes beauftragt. Zum Umzug nach Hamburg-Bahrenfeld in einigen Wochen soll alles bereit sein.
  • Ebenfalls in Hamburg – allerdings auf dem Außenposten Neuwerk – bekommt die im vergangenen Jahr eröffnete Nationalpark-Ausstellung die ersten Erweiterungen.
  • Das neue Corporate Design der Essener Druckerei gilbert ist fertig!
  • Für Jörn Sternhagen, den Reimekoch aus Oevenum auf Föhr, habe ich den zweiten Band seiner Gericht-Gedichte gestaltet. Vor Ostern sollen die ersten Exemplare verschickt werden.
  • Im Föhrer Friesen-Museum ist die Arbeit an der Neugestaltung der archäologischen Abteilung nahezu abgeschlossen. Letzter Teil ist eine historische Föhr-Karte, die vor allem Ausgrabungsfans begeistern wird.
  • Der Berliner SI Verlag hat ein paar feine grafische Erweiterungen für sein Verlagsprogramm erhalten. Und die tolle Zusammenarbeit vertieft.
  • Für die Kommunikationsagentur Wert Eins aus Essen habe ich gestalterische Editorial Design Grundlagen geliefert, die für Fachbücher bei der ehrenamtlichen Pflege zum Einsatz kommen.
  • Der Zeittunnel Wülfrath eröffnet in wenigen Tagen die kommende Saison. Die Gestaltung des neuen Programms hat wieder viel Spass gemacht.
  • Ich freue mich schon, all die feinen Projekte vorzustellen. Wäre natürlich toll, wenn’s noch vor Ostern klappt!

    09.06.2015 _ 16.24.25

    Nationalparkhaus Hamburgisches Wattenmeer

    Um es mal mit den Worten von Moritz Bleibtreu zu sagen: «Ich wünsche mir, dass es wieder cool wird, schlau zu sein.» Dieses Gefühl stellt sich immer wieder ein, nachdem eine neue Ausstellung eröffnet wurde. (Meistens auch schon während der Arbeit daran.)

    Für die neue Dauerausstellung des Nationalparks Hamburgisches Wattenmeer auf Neuwerk war ich kreativ verantwortlich für Raumkonzept inkl. Planung (auf Basis der Grundidee von Helmut Kessler) und grafische Gestaltung im Auftrag der Kessler & Co. GmbH und der Stadt Hamburg. Nach der kleinen Eröffnung am vergangenen Donnerstag bin ich schon noch etwas schlappi aber auch mächtig stolz!

    Da hat diese kleine Insel vor Cuxhaven ein echt umfangreiches, ziemlich interaktives und unglaublich informatives Kleinod erhalten.



    Wer seine Urlaubs- bzw. Wochenendplanung noch nicht abgeschlossen hat, sollte jetzt aber schleunigst ins Watt. Und ab nach Neuwerk!

    01.06.2015 _ 11.59.51

    Norddeutsches Inselhopping

    Aktuell findet der Einbau der neuen Ausstellung für das Nationalparkhaus-Neuwerk statt, die ich gemeinsam mit der Kessler & Co. GmbH entwickelt habe. Die kleine Insel gehört ja zur Stadt Hamburg, obwohl sie rund 150 km entfernt im Wattenmeer liegt.

    Mein Weg im Auto führte mich von Föhr mit der Fähre über die Nordsee, dann mit der Fähre über den Nord-Ostsee-Kanal, dann mit der Fähre über die Elbe und zum Schluss mit der Pferdekutsche auf die Insel. Es gibt aber viele ausgesprochen komfortable Wege dorthin:
    Konzeptionell, gestalterisch, inhaltlich und konstruktiv steht man bei der Entwicklung einer Ausstellung ja immer vor tollen Herausforderungen. Wenn eine Ausstellung auf einer Insel installiert werden soll, die bei Ebbe nur mit dem Wattwagen (Pferde oder Trecker) und bei Flut nur mit einem kleinen Personenschiff zu erreichen ist (und die Abfahrtsorte dieser beiden Stationen auch noch einige Kilometer auseinander liegen), sollte man besser mehrere Semester Transferplanung international konkurrierender Speditionsunternehmen ohne feste Ansprechpartner studiert haben. Also, noch besser: alle Beteiligten hätten zumindest einen Magister in Logistik & Zeitmanagement in der Tasche. Gut, dass es bei diesem Projekt so ist.



    Da die Sattelschlepperfahrer den Weg durchs Watt nicht auf die eigene Kappe nehmen wollten, wird die Ausstellung nahezu vollständig vor Ort zusammengebaut. Auch hier macht es nichts, erfahrene Partner an seiner Seite zu haben.



    Die Montage geht daher sehr gut voran, so dass die Eröffnung voraussichtlich am Donnerstag stattfinden kann. (Wenn alle geladenen Gäste rechtzeitig am Fähranleger sind und das Schiff dann auch fährt.)

    06.02.2012 _ 11.06.15

    Gleitschuhwandern

    Da schickt man eigentlich nur seine Schlittenhunde raus. Bei den Temperaturen.

    Aber eine frische Brise tut ja ganz gut. Wenn man als Polareule auf die Welt gekommen ist. Oder als Schneehuhn. Für Menschen ist das eher nichts. Zumindest nicht für länger als dreizehn, vierzehn Minuten. Ohne Bewegung.

    Der Eisgang erlaubt allerdings eine Spontanüberquerung der Nordsee zu einer Insel der Wahl. Mit gut gefetteten Gleitschuhen kann man von Föhr aus schon mal flott nach Norderney rutschen. Beispielsweise. Da ist es zwar auch nicht wärmer. Aber man bleibt in Bewegung.

    Wenn das Wetterniveau in den kommenden Tagen stabil bleibt, schafft es die eine oder andere Wandergruppe auch bis nach Helgoland. Da ist das Heizöl dann auch steuerfrei. Das könnte sich lohnen.