Tag Archiv: Ausstellungsdesign

01.06.2015 _ 11.59.51

Norddeutsches Inselhopping

Aktuell findet der Einbau der neuen Ausstellung für das Nationalparkhaus-Neuwerk statt, die ich gemeinsam mit der Kessler & Co. GmbH entwickelt habe. Die kleine Insel gehört ja zur Stadt Hamburg, obwohl sie rund 150 km entfernt im Wattenmeer liegt.

Mein Weg im Auto führte mich von Föhr mit der Fähre über die Nordsee, dann mit der Fähre über den Nord-Ostsee-Kanal, dann mit der Fähre über die Elbe und zum Schluss mit der Pferdekutsche auf die Insel. Es gibt aber viele ausgesprochen komfortable Wege dorthin:
Konzeptionell, gestalterisch, inhaltlich und konstruktiv steht man bei der Entwicklung einer Ausstellung ja immer vor tollen Herausforderungen. Wenn eine Ausstellung auf einer Insel installiert werden soll, die bei Ebbe nur mit dem Wattwagen (Pferde oder Trecker) und bei Flut nur mit einem kleinen Personenschiff zu erreichen ist (und die Abfahrtsorte dieser beiden Stationen auch noch einige Kilometer auseinander liegen), sollte man besser mehrere Semester Transferplanung international konkurrierender Speditionsunternehmen ohne feste Ansprechpartner studiert haben. Also, noch besser: alle Beteiligten hätten zumindest einen Magister in Logistik & Zeitmanagement in der Tasche. Gut, dass es bei diesem Projekt so ist.



Da die Sattelschlepperfahrer den Weg durchs Watt nicht auf die eigene Kappe nehmen wollten, wird die Ausstellung nahezu vollständig vor Ort zusammengebaut. Auch hier macht es nichts, erfahrene Partner an seiner Seite zu haben.



Die Montage geht daher sehr gut voran, so dass die Eröffnung voraussichtlich am Donnerstag stattfinden kann. (Wenn alle geladenen Gäste rechtzeitig am Fähranleger sind und das Schiff dann auch fährt.)

27.05.2015 _ 10.28.30

Stadt, Land, Fluss. Und Freaks.

Das war ein Plakatmotiv, das im Rahmen des Wettbewerbs Erscheinungsbild der neuen Ausstellung für das Naturkundemuseum Dortmund entstand.

Freaks

Leider wurde das Konzept (Hier ein kleiner Auszug mit 2,5 MB) nur mit dem 2. Platz belohnt. «Zu bunt», war das Urteil der Museumsleitung. Ich halte es da mit Walter Gropius. Der sagt «Bunt ist meine Lieblingsfarbe.»

28.10.2014 _ 16.22.10

Watt geht ab

Könnte man so sagen, denn in Moment bin ich voll ins Layout für die neue Ausstellung des Nationalparkhauses Hamburgisches Wattenmeer eingestiegen.



Bevor die Ausstellung produziert und – so wie es aussieht – Ostern 2015 eröffnet wird, filtern unsere Freunde die Wattwürmer aber noch eine Menge durch und die eine oder andere Möwe lacht sich eins.

Und vermutlich wird unsere Nahrungskette an mikrofeinem Plastikmüll auch nicht ärmer.

06.08.2013 _ 17.42.54

Was Sie wolllääääääääääääähhhn!

Es ist reiner Zufall, dass das neue Plakat für die Ausstellung mit Rahmenprogramm «Die Föhrer Kreativen machen mal wieder was sie wollen» neben dem gerade abgelaufenen Wacken-Open Air hängt. Wirklich, reiner Zufall.

dfkmmwwsw Plakat 2013

Das Föhrer Kreativ-Festival findet nun – allerdings gar nicht zufällig – zum zweiten Mal statt. Vom 31.8. bis zum 1.9. im Haus des Gastes in Nieblum. Und wie bei Wacken fing auch da alles ganz übersichtlich an. Wenn dann irgendwann die Ausstellungsbesucher anstelle von «Wackääääähn» einfach «Was sie wolläääääääähhhhn» brüllen, wäre das zumindest kein reiner Zufall.

Mein Beitrag – neben der Plakatgestaltung – zur Ausstellung und dem Bühnenprogramm ist ganz nebenbei erwähnt die neue Satire-Zeitung für Föhr «Alles, alles Gute.»

Ach so: Reiner Zufall ist übrigens der Bruder von Klara Sprudel und verschwägert mit Claire Grube.

04.07.2013 _ 11.12.15

10 Jahre Zeittunnel Wülfrath

Am Wochenende vom 26. und 27. Juli feiert der Zeittunnel Wülfrath sein 10-jähriges Bestehen! Herzlichen Glückwunsch!

Seit diesen zehn Jahren gestalte ich, was es zu gestalten gibt. In diesem Fall natürlich das Jubiläumsplakat.

10 Jahre Zeittunnel

Da noch nicht sicher ist, ob der Zeittunnel im kommenden Jahr geschlossen wird, sollten alle zum Feiern kommen, das tolle Programm genießen und diese außergewöhnliche Ausstellung unterstützen. Denn: was sind zehn weitere Jahre im Vergleich zu den 400 Millionen Jahren vorher?

21.06.2013 _ 11.10.14

Schnipp-Schnapp

Um den kultur-historischen (und auch ein wenig um den populär-wissenschaftlichen) Kontext der Schere geht es in der kommenden Sonderausstellung im Dr.Carl-Häberlin-Friesen-Museum.

Plakat zur Scheren-Ausstellung

Plakat zur Scheren-Ausstellung



Sammler Antonius Blanke aus Berlin hat seine unglaublich umfangreiche Scheren-Sammlung zur Verfügung gestellt. Und ich habe das gestalterische und grafische Konzept der Austellung entwickelt. Und das eine oder andere Poster, Banner und was sonst noch so alles dazugehört.

Eröffnet wird die Ausstellung mit einer Vernissage am Sonntag, 1. Juli um 16.30 Uhr. Mit Reden, bei denen auch gerne mal das Wort abgeschnitten werden darf…

Das Banner am Friesen-Museum

Das Banner am Friesen-Museum


Das Ausstellungsdesign werde ich in den nächsten Wochen ausführlich vorstellen.

21.03.2013 _ 10.24.29

Neue Projekte für Museen und Austellungen

Kurz vor Ostern wird ja in vielen Museen auch der eine oder andere Besucher gefunden. Für die richtigen Inhalte, flotte Designs oder umfassende Gestaltungen für diese (und spätere) Besucher werde ich ja gerne ab und an gebucht. So liegen gerade schöne Aufgaben für verschiedene Projekte auf meinem Schreibtisch. U.a. für den Deutschen Marinebund und den Zeittunnel in Wülfrath. Und auch das Friesen-Museum betreue ich in diesem Jahr wieder. Unter anderem steht an, das Ausstellungs- und grafikdesign für die kommenden Sonderausstellung zum Thema Scheren zu entwickeln.

Da freut man sich doch auf den ausgedehnten Osterspaziergang. Beim Zeittunnel startet die Suche im Tunnel allerdings erst Ende April. Dafür findet man im benachbarten Steinbruch Schlupkothen entweder a) Ruhe, b) Eier oder c) das große Glück.

06.02.2012 _ 11.06.15

Gleitschuhwandern

Da schickt man eigentlich nur seine Schlittenhunde raus. Bei den Temperaturen.

Aber eine frische Brise tut ja ganz gut. Wenn man als Polareule auf die Welt gekommen ist. Oder als Schneehuhn. Für Menschen ist das eher nichts. Zumindest nicht für länger als dreizehn, vierzehn Minuten. Ohne Bewegung.

Der Eisgang erlaubt allerdings eine Spontanüberquerung der Nordsee zu einer Insel der Wahl. Mit gut gefetteten Gleitschuhen kann man von Föhr aus schon mal flott nach Norderney rutschen. Beispielsweise. Da ist es zwar auch nicht wärmer. Aber man bleibt in Bewegung.

Wenn das Wetterniveau in den kommenden Tagen stabil bleibt, schafft es die eine oder andere Wandergruppe auch bis nach Helgoland. Da ist das Heizöl dann auch steuerfrei. Das könnte sich lohnen.

02.11.2011 _ 16.34.00

«Tradition ist …

… Bewahrung des Feuers. Nicht Anbetung der Asche.»
Gustav Mahler

So gesehen wurde auf das Feuer an der Ostsee noch einiges an Feuerholz gelegt. Denn auch das Leitsystem zum Marine-Ehrenmal in Laboe, der zentralen Gedenkstätte des Deutschen Marinebundes, ist nun fertig gestellt.



Sowohl auf dem Außengelände als auch in der Historischen Halle mit der neuen Ausstellung (Eröffnung 2010) orientiert und informiert das Leitsystem die Besucher. In gewohnt souveräner Zusammenarbeit mit dem Kappelner Architekturbüro Sunder-Plassmann Architekten vollzieht sich das Erleben maritimer Geschichte und Tradition nun noch vollständiger.

Die Bewahrung des Feuers ist quasi in vollem Gange.

05.10.2011 _ 10.05.50

Orientierung an der Ostsee

So könnte man das sagen.

Für die im vergangenen Jahr wiedereröffnete Historische Halle im Marine-Ehrenmal in Laboe haben wir die Grafischen Grundlagen entwickelt. Auf Basis des architektonischen Konzepts (aus der Hand von Sunder-Plassmann Architekten).



Nach der Realisierung der Ausstellungselemente (z.B. selbstleuchtende Vitrinen und raumhohe Wandelemente), der Ausstellungsbeschriftung und Videosequenzen, ist in dieser Woche das neue Leitsystem auf dem Gelände des Marine-Ehrenmals installiert worden (Fotos folgen).

Wer sich also an der Ostseeküste (Ecke Kieler Bucht) verlaufen haben sollte, kann seine Orientierung zumindest in Laboe, Ende Strandstraße wieder erlangen.